
Ich habe mich tierisch auf den Kinoabend mit Dr. Henry Walton Junior gefreut.
Nochmal durch die ersten drei Teile der Indiana Jones Reihe im Privatfernsehen in Stimmung gebracht, konnte das vierte Abendteuer mit dem sympathischen Archeologen beginnen. Ohne große Erwartung stellte ich mich auf seichtes Popcorn - Kino ein.
Gott sei Dank. Eine ansatzweise höhere Erwartungshaltung hätte sicher eine Enttäuschung mittleren Ausmaßes herbeigeführt.
Das der Film mit Jones Jr. und seinem trockenen Humor steht und fällt, war klar. Das Spielberg einen familienfreundlichen, und was die Aktivität der Gehinrzellen betrifft, anspruchslosen Film fabriziert hat, auch. Trotzdem schaffte es der Streifen noch mich in gewisser Weise zu Verwundern. Im negativen Sinne.
Lucas’ Handschrift erkennt man deutlich. Zu deutlich. Seine Affinität zu Raumschiffen und Außerirdischen ist unverkennbar.
Wie René schon feststellte, lässt sich die Reihenfolge der einzelnen Handlungsschauplätze beliebig ändern und austauschen. Ein bisschen Verfolgungsjagt hier, eine Atombombentest (der in einem Kühlschrank überlebt wird) da und ein bisschen gepeitsche dort. Alles ohne großartigen Zusammenhang. Die Tarzan - Einlage und die ungewollte Rafting - Tour ignoriere ich mal gekonnt.
Mit den Jahren muss Indy um einiges weiser geworden sein. Sehr viel weiser. Wie soll sich der geneigte Cineast das prompte und spontane Lösen der häufig aufkommenden Rätsel sonst erklären?!
Alles in Allem ein eher fragwürdiger Abschluss(?) einer Filmreihe mit hohem Kultfaktor.
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